Faszienbehandlung
Faszien durchziehen den kompletten Körper netzartig und sind mit allen anderen
Strukturen verbunden. Sie umhüllen Muskeln, Bänder, Sehnen, Nerven,….
Zusammen mit der Muskulatur bilden sie ein großes Netzwerk, das den
kompletten Körper spannt und umspannt. Bewegt man einen Muskel, werden über
das Netzwerk automatisch mehrere Muskeln bewegt. Es ist also nicht möglich, nur
einen einzigen Muskel zu bewegen. Es werden immer mehrere als Kettenreaktion
mitbewegt.
Spannungen oder Verspannungen im Körper führen zu Verklebungen der Faszien. Dadurch verringert sich die Verschiebbarkeit und die Faszien können ihren Aufgaben nicht mehr adäquat nachkommen.Auslöser sind hier z.B. Verletzungen, Lahmheiten, Stress,Bewegungsmangel, unpassender Sattel,...
Dies erschwert Ihrem Pferd bestimmte Bewegungen und führt dazu, dass die
Faszien trocken werden und ihre Elastizität verlieren. Deshalb ist
es ganz wichtig, das Fasziengewebe geschmeidig zu halten.
Ziel einer Faszientherapie ist es, diese Verklebungen der lockeren und straffen Faszien zu lösen und so die Gleitfähigkeit und die Reizweiterleitung zu verbessern oder wieder herzustellen.
Lockere Faszien
enthalten viel Wasser, wenig Kollagen und wenig Elastin. Sie füllen Zwischenräume rund um die Organe aus und polstern die Haut. Sie sind reich an Blutgefäßen,
Abwehr- u. Lymphzellen sowie Nervenenden mit Bewegungs-, Berührungs- und
Temperatursensoren.
Straffe Faszien
enthalten einen hohen Anteil an Kollagen. Sie bilden Sehnen und Bänder und
umhüllen die Muskulatur. Ihre Fasern verlaufen parallel zueinander. So halten sie den
enormen Zugkräften, die auf den Sehnen- und Bandapparat z. B. beim Sprung wirken,
stand.